Was ist Natron, und wofür wird es verwendet?
Natron, auch Natriumbicarbonat oder Backpulver-Grundstoff genannt, ist ein feines weisses Pulver, das schon lange für seine reinigenden und geruchsneutralisierenden Eigenschaften geschätzt wird. Man findet es sowohl in der Küche als Triebmittel als auch im Haushalt und in der Naturkosmetik.
Woher Natron kommt
Natron kommt in der Natur als Mineral vor, unter anderem in bestimmten Trona-Vorkommen, einem Gestein, das sowohl Natriumcarbonat als auch Natriumbicarbonat enthält. Das abgebaute Gestein wird gelöst und gereinigt, um das Natron in Kristallform zu gewinnen. Diese Kristalle werden anschliessend getrocknet und zu Pulver gemahlen.
Natron wird auch industriell hergestellt, hauptsächlich aus Salz, Kalkstein und Ammoniak, nach einem Verfahren, das im 19. Jahrhundert entwickelt wurde. Erhitzter Kalkstein setzt Kohlendioxid frei, das mit einer ammoniakangereicherten Salzlösung reagiert und Natriumbicarbonat-Kristalle bildet. Ob mineralischer oder industrieller Herkunft, das Ergebnis ist dasselbe Molekül, chemisch identisch.
Ein Deo mit Natron
In der Naturkosmetik hat sich Natron in den letzten etwa 15 Jahren in Europa zu einem der wichtigsten Inhaltsstoffe für Deodorants ohne Aluminium entwickelt, da es direkt gegen Geruch wirkt, ohne die Transpiration zu blockieren. Unseres Wissens war Joyfullife in der Schweiz das erste natürliche Deo mit Natron auf dem Markt.
Wie es auf die Transpiration wirkt
Schweiss selbst ist fast geruchlos. Es sind die Bakterien, die sich ganz natürlich auf der Haut befinden, insbesondere unter den Achseln, welche die Bestandteile des Schweisses abbauen und dabei die geruchsverursachenden Stoffe bilden. Natron ist alkalisch, wodurch das Hautmilieu für diese Bakterien weniger günstig wird. Weniger Bakterienwachstum bedeutet weniger Abbau des Schweisses, und damit weniger Geruch.
Damit ist die Wirkung noch nicht erschöpft. Natron neutralisiert auch direkt die Fettsäuren, die für den Geruch verantwortlich sind, ähnlich wie es Gerüche im Kühlschrank oder im Abfalleimer neutralisiert. Es überdeckt den Geruch also nicht mit einem Duft, sondern bekämpft seine Ursache.
Ein wesentlicher Unterschied zu Antitranspirantien
Ein Deo mit Natron bleibt ein Deodorant, kein Antitranspirant. Es blockiert die Schweissdrüsen nicht, wie es Aluminiumsalze tun, welche die Poren vorübergehend verstopfen, um die Schweissproduktion zu reduzieren. Die Transpiration läuft also normal weiter, was wichtig ist, da sie eine Rolle bei der Regulierung der Körpertemperatur spielt. Natron wirkt nur auf die Folge, den Geruch, und nicht auf den natürlichen Transpirationsmechanismus.
Warum es meist mit Sheabutter und Kokosöl kombiniert wird
Pur und in Pulverform kann Natron für manche empfindliche Haut reizend sein, insbesondere nach dem Rasieren. Deshalb mischen wir es mit einer fetthaltigen Basis wie Sheabutter oder Kokosöl, welche den Kontakt mit der Haut mildert und gleichzeitig ihre eigenen pflegenden Eigenschaften mitbringen. Bienenwachs wiederum verleiht der Textur Halt und sorgt dafür, dass das Deo gut auf der Haut haftet.
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